Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

Für eine lebenswerte Stadt ist es entscheidend, den Bürgerinnen und Bürgern eine attraktive, der Ortsgröße angemessene Infrastruktur zu bieten und somit für alle Altersklassen ein lebenswerter Wohnort zu sein. Diese Infrastruktur gilt es in Zeiten des demographischen Wandels zu sichern und fortzuentwickeln.

Für die bei uns als Kleinstadt nicht vorhaltbaren Einrichtungen wie z.B. Fachärzte und Krankenhäuser sowie spezielle Einkaufsmöglichkeiten gibt es in den größeren Nachbarstädten ein entsprechendes Angebot. Die Anbindung per ÖPNV ist sicherzustellen und auszubauen.

 

Borgholzhausener Infrastruktur gut aufgestellt

Unsere städtische Infrastruktur ist in einem guten Zustand. Die Verwaltungsgebäude wurden modernisiert und vor allem energetisch saniert, auch in die Schulgebäude samt OGS, Sporthallen und Sportstätten wurde in den letzten Jahren viel investiert. Durch die Holzhackschnitzelheizung können wir zahlreich städtische Gebäude und das Freibad CO2-neutral mit Wärme versorgen.

Die Stadt hat sich beim Umbau des Jugendzentrums Kampgarten ebenso beteiligt wie beim Kunstrasenplatz Kleekamp. Die Feuerwehren haben gut ausgebaute Gerätehäuser und der Fuhrpark wird gerade entscheidend modernisiert. Auch in die Geräteausstattung des Bauhofes wird laufend investiert, damit die Aufgaben effektiv wahrgenommen werden können.

Zentralkläranlage und Wasserwerk samt der zugehörigen Leitungs- und Kanalnetzes werden stets dem aktuellen Stand der Technik angepasst, was für uns als Flächenstadt mit vielen Ortsteilen und Streusiedlungen entsprechende Investitionen nach sich zieht. Der Violenbach wird gerade für den Hochwasserschutz umgestaltet, woran sich das Land NRW finanziell erheblich beteiligt. 

 

Im Gespräch an der Stromtrasse mit Dirk Becker MdB und Hans Feuß MdLKünftige Optimierungsbedarfe

Dennoch gibt es einige Themen, die wir meines Erachtens in den nächsten Jahren angehen sollten:

Die vom neuen Kreisverkehr am Baugebiet Enkefeld aus angedachte Süderschließung der Kernstadt mit den dortigen Wohn- und Gewerbegebieten würde die innerstädtischen Straßen entlasten und den Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten bieten. 

Die neuen gesetzlichen Möglichkeiten zum Umgang mit sog. „Schrott-Immobilien“, die das Ortsbild beeinträchtigen und teilweise sogar Gefährdungen darstellen, sollten intensiv angewandt werden.

Bei entsprechender Finanzlage sollten wir die umfassende Renovierung oder einen Neubau des Bauhofs ins Auge fassen.

Der Bereich Infrastruktur durchzieht fast alle lokalen Politikfelder, daher gehe ich auf weitere Details in den anderen Rubriken ein und beschränkte mich im Folgenden auf die Verkehrsinfrastruktur.

 

Im Fokus: das Straßen- und Wegenetz

Die Erhaltung des Straßen- und Wegenetzes ist eine besondere Herausforderung. Die Stadt hat ihrerseits in den letzten Jahren wesentliche Investitionen getätigt, insbesondere auch mit dem Fokus einer erhöhten Verkehrssicherheit. Hier sind beispielsweise zu nennen die deutlich breiteren Gehwege entlang der Ortsdurchfahrt, die Vorfinanzierung des Radweges nach Barnhausen, die Erneuerung und Ergänzung zahlreicher Bushaltestellen und der im Sommer 2015 erfolgende Bau des Kreisels zur Erschließung des Baugebietes Enkefeld. Auch der Straßenendausbau in den Neubaugebieten wurde vorangetrieben.

Allerdings ist der Zustand zahlreicher Gemeindewege nicht zufriedenstellend. An unser kommunales Straßennetz gibt es durch den steigenden Individualverkehr und die Entwicklung der Siedungsflächen als auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft mit immer größeren und schwereren Maschinen inzwischen deutlich geänderte Anforderungen. Hier muss sich die Stadt bei entsprechender Finanzlage bemühen, die Erhaltungsmaßnahmen zu intensivieren. Zur Fokussierung der Investitionen halte ich die Erstellung eines Wirtschaftswegekonzeptes für sinnvoll, das unter intensiver Einbindung aller Beteiligten und Betroffenen nachhaltige Entwicklungsziele definiert. Die darauf aufbauenden Maßnahmen umfassen die Sanierung und ggf. auch den gezielten Ausbau wichtiger Wege, aber auch die Herabstufung bzw. den Wegfall wenig genutzter Wege.

Bei Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werde ich mich bei den entsprechenden Behörden für zeitnahe angemessene Unterhaltungsmaßnahmen einsetzen, die insbesondere auch den Ausbau des Radwegenetzes und seine Instandhaltung beinhalten müssen.

 

Anwohnerbelastung beim A33-Bau minimieren

Dem unablässig steigenden Verkehrsaufkommen auf der B68 wird durch den Lückenschluss der A33 Rechnung getragen. In der nun anstehenden Bauphase gilt es, die Belastung der Anwohner so gering wie möglich zu halten. Hierzu sollte die Stadtverwaltung weiterhin entsprechende Kontakte zur Straßenbauverwaltung pflegen und im Namen und Interesse der Betroffenen agieren.