Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

Nachhaltiges Wirtschaften sowie der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen sind wichtige politische Ziele, für die ich mich vor Ort einsetze. Nicht zuletzt in meiner langjährigen Mitgliedschaft im Ausschuss für Umwelt und Landschaftspflege konnte ich diesen wichtigen Bereich aktiv begleiten und mitgestalten.

Ich finde Borgholzhausen gerade wegen seiner Lage im Teutoburger Wald besonders liebens- und lebenswert. Wie viele Bürger unserer Stadt bewege ich mich gerne in unserer Natur, so dass mir der Erhalt unseres schönen Landschaftsbildes ein besonderes Anliegen ist.

 

Bedarfsgerechte, nachhaltige Flächenplanung

Der Landschaftsplan Osning ist in Zusammenarbeit mit dem Kreis Gütersloh zu beachten und fortzuentwickeln. Unsere Naturschutzgebiete und Naturdenkmale gilt es besonders zu schützen und bewahren. Wesentliche Eingriffe in die Natur, wie z.B. Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie Verkehrsanbindungen, sind sehr genau abzuwägen. Weiterer Flächenverbrauch ist unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen.

Im Zuge einer solchen Abwägung hat sich der Stadtrat in den letzten Jahren und Jahrzehnten für die Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohngebiete entschieden. Ebenso hat sich der Stadtrat aber auch schon vor Jahren gegen die im Flächennutzungsplan vorgesehene Umgehungsstraße L785n und zugunsten des verkehrssichereren Ausbaus unserer Ortsdurchfahrt entschieden. Und auch eine großflächige Einzelhandelsbebauung am Hardenberg gegenüber der Tankstelle wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. An all diesen Entscheidungen habe ich aktiv mitgewirkt.

 

Erdverkabelung für Strom-Höchstspannungs-Trasse

Ein aktuelles Thema ist die geplante 2 x 380 kV Strom-Höchstspannungs-Trasse. Sie soll mit bis zu 70 Meter hohen und 40 Meter breiten Masten durch unseren schönen Naturpark und entlang mehrerer Siedlungsgebiete mit Schulen und Kindertagesstätten führen.

Der SPD-Ortsverein hat bereits 2011 eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt und die Gründung einer Bürgerinitiative angeregt. Der Stadtrat hat sich einstimmig für eine Erdverkabelung ausgesprochen, alternativ für eine großräumige Verschwenkung. Ich werde dieses Thema aktiv weiter verfolgen und alle Einflussmöglichkeiten nutzen, um Mensch und Landschaft hier bestmöglich zu schützen.

 

Errichtung des neuen Windrades auf dem Hollandskopf 2012Energie effizient nutzen und regenerativ erzeugen

Unsere Stadt ist seit Jahren Vorreiter bei der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude. Zahlreiche weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung der CO2-Immissionen wurden inzwischen umgesetzt. Die Straßenbeleuchtung wurde bereits in erheblichem Umfang auf energiesparende Leuchtmittel umgestellt.

Dieses alles verringert nachhaltig unsere laufenden Energiekosten und findet Ausdruck in der erfolgreichen Zertifizierung unserer Stadt mit dem Energy Award. Diesen eingeschlagenen Weg werde ich konsequent weitergehen und das Klimaschutzkonzept entsprechend umsetzen und weiterentwickeln.

Die Stadt sollte auch weiterhin Anreize für Energieberatung und Sanierungsmaßnahmen der Haus- und Wohnungseigentümer und Mieter geben. Die beschlossene Klimaschutzsiedlung in einem Teilbereich des Baugebietes Enkefeld ist ein besonderes Angebot an unsere Bürger.

Durch zahlreiche private Initiativen im Bereich Windkraft, Photovoltaik und Biogas als auch durch die städtische Holzhackschnitzelheizung im Ortskern haben wir in unserer Stadt ein hohes Maß an regenerativer Energieerzeugung. Photovoltaik und Solarthermie möchte ich weiterhin fördern, indem z.B. in Neubaugebieten auf entsprechende Ausrichtung der Baukörper und Abstandsflächen geachtet wird.

 

Beste Trinkwasserqualität und modernstes Regen- und Abwassermanagement

Die Versorgung der Bürger mit Wasser und somit auch die Behandlung der Abwässer ist eine zentrale Aufgabe der örtlichen Daseinsvorsorge und muss daher im Verantwortungsbereich der Stadt bleiben. Das Wasserwerk mit seinen Brunnen und Leitungen ist stets so auszurüsten, dass die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser gegeben ist. Unsere Zentralkläranlage „Im Recke“ samt Kanalnetz ist laufend an den aktuellen Stand der Technik anzupassen.

Die sich verändernden klimatischen Bedingungen mit zunehmender Anzahl heftiger Niederschläge in kurzer Zeit stellen das Abwassersystem und unsere Bäche vor bisher nicht gekannte Belastungen. Zahlreiche in den letzten Jahren entstandene Regenrückhaltebecken sowie der gerade erfolgte naturnahe Ausbau des Violenbachs in der Innenstadt mitsamt deutlich breiteren Querschnitten verhindern Überflutungen. Die schon vor Jahren erfolgte Umstellung auf Niederschlagswassergebühren fördert die Oberflächenwasserversickerung und die Regenwassernutzung seitens der Bürger.